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Mittwoch
Aug222012

Flattr schafft Probeabos ab

Neben den einfachen Klicks zum Verteilen seines Monatsbudgets gibt es bei Flattr auch die Möglichkeit des Abonnements, welches darin besteht, daß der jeweilige Inhalt auch in den Folgemonaten automatisch geflattert wird. Diesen Mechanismus hat Flattr jetzt "vereinfacht".

Bisher lief das Abo automatisch irgendwann aus, und man hatte die Wahl zwischen drei, sechs und zwölf Monaten. Laut Flattr war dieser eigentlich recht übersichtliche Mechanismus zu umständlich, und wurde jetzt dadurch vereinfacht, daß man diese Entscheidung nicht mehr treffen muß und die Abos nicht mehr auslaufen. Statt dessen kann man sie jederzeit von seinem Dashboard aus aufkündigen (eine Möglichkeit, die bisher auch bestand).

Für "wirkliche" Abos, mit denen man tatsächlich ein Projekt oder eine Organisation dauerhaft unterstützen möchte, stellt dies in der Tat eine leichte Vereinfachung dar (man muß das Abo jetzt nicht mehr jedes Jahr verlängern). Allerdings gibt es noch einen zweiten, unter Umständen sogar wichtigeren, Fall, in dem Abos zur Anwendung kommen: Um Dinge, die man "mehr als normal" würdigen will, automatisch mehrfach anzuflattern, quasi als Alternative zu dem "größeren Kuchenstück", daß es bei Flattr nicht gibt. Dieser Anwendungsfall wird jetzt sehr umständlich (man muß sich daran erinnern, das Abo ein paar Monate später wieder zu beenden).

Vielleicht arbeitet Flattr ja an einer Lösung für das größere Kuchenstück. Aber wenn das System dadurch wieder komplizierter zu bedienen und verstehen wird, dann war die Änderung eher kontroproduktiv. Kann der Königsweg darin bestehen, die Abodauer wieder wählbar zu machen, und das ewige Abo als zusätzliche Option einzubringen?

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