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Freitag
Aug172012

FreedomSponsors

FreedomSponsors nennt sich ein neuer Dienst, der vor kurzem als offene Betaversion an den Start gegangen ist, und sich selbst als "Mikrocrowdfunding für Open Source Software" bezeichnet. Die Idee ist einfach: Wer ein Problem mit einem bestimmten Programm hat, schreibt eine Prämie für die Lösung des Problems aus, und wer den Bug beseitigt, an den wird die Prämie dann ausgezahlt.

Damit ist FreedomSponsors also nicht unbedingt ein Teil der "Gift Economy", sondern eher so etwas wie verteilte Auftragsarbeit. Die Prämien sind auch keine "Mikrotransaktionen", denn einerseits können bei wirklich "beliebten" Bugs viele Einzelbeträge zusammenkommen, andererseits sind die einzelnen Prämien für sich genommen üblicherweise mindestens zehn Dollar.

Die Art der Zahlungsabwicklung ist innovativ. Im Gegensatz zu vielen anderen Diensten (wie Flattr oder Gittip) tritt FreedomSponsors nicht als Mittler und Bündler auf, durch den alle Zahlungen fließen. Es gibt keine Vorauszahlungen um Guthaben aufzuladen, bevor die Prämie fällig wird (was ja bei hartnäckigen Bugs vielleicht nie der Fall ist) fließt gar kein Geld. Statt dessen wird Paypals "Parallelzahlungsfunktion" eingesetzt: FreedomSponsors initiiert eine Zahlung direkt von dem Sponsor sowohl an den oder die Problemlöser (es können mehrere sein), als auch FreedomSponsors selbst (der Dienst zieht eine 3% Bearbeitungsgebühr ab).

Infolge dieser Regelung können die Prämien auch nicht eingeklagt werden. Statt dessen setzt FreedomSponsors auf die Ehrlichkeit der Beteiligten und darauf, daß sich alle an ihre öffentlich gemachten Versprechen halten.

FreedomSponsors wird zur Zeit vor allem von der Nutzerschaft von Jenkins (einem Werkzeug zur Softwareentwicklung und Qualitätssicherung) genutzt, die es sogar in ihr offizielles Bugtrackingsystem eingebaut hat, was auch zu der bisher höchsten Einzelprämie von 100 Dollar geführt hat.

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