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Montag
Jul092012

Neues vom App Store

Im Mai hat Apple für einigen Unmut in der Flatterwelt gesorgt, als es der beliebten Podcast-App Instacast den eingebauten Flattr-Button verbat. Das war eine praktische Funktion, mit dem man zum Beispiel alle gehörten Podcasts automatisch anflattern konnte.

Jetzt hat mit FlattrCast ein ähnliches Programm die Zulassungsprüfung überstanden und ist im iOS App Store kostenlos erhältlich. FlattrCast ist selbst kein Podcatcher, sondern liest nur die in der iOS-eigenen Musikapp vorhandenen Podcasts aus und ermöglicht es, diese dann zu flattern. Ob das jetzt ein entscheidender Unterschied ist, der FlattrCast den dauerhaften Verbleib im Store gewährleisten kann, oder ob das Programm nur Losglück bei der Zuweisung des Prüfpersonals hatte (also jeden Moment damit rechnen muß, wieder aus dem Verkehr gezogen zu werden) ist unklar. Am besten also sicherheitshalber installieren, solange es noch geht.

Einige Thesen, Gerüchte und Meinungen zu der undurchsichtigen Situation mit dem iOS App Store:

  • FlattrCast-Entwickler Boris Bügling klammert sich an eine Regel, die es einer App erlaubt, Spenden einzutreiben, wenn sie selbst kostenlos ist.
  • Bügling hat weder FlattrCast, noch die zugrundeliegende Bibiliothek FlattrKit bei Flattr als Ding registiert, auf keiner der relevanten Webseiten finden sich Flattr-Buttons oder sonstige Spendenaufrufe. Für eine solche App macht das stutzig. Warum nicht ? Um trotz Gratisapp und Werbefreiheit nicht vielleicht doch noch als "unfrei" eingestuft werden zu können, kann man FlattrCast selbst nicht flattern.  Vorauseilender Gehorsam? FUD at work? Chilling Effects? Auf jeden Fall traurig.
  • Laut Flattr ist das eigentlich egal, weil Apple flattern sowieso nicht als Spenden betrachtet, sondern als Entgelt für digitale Güter.
  • Insofern macht es vermutlich doch einen Unterschied, ob die App diese digitalen Güter herunterzuladen und abzuspielen vermag (was Instacast macht, FlattrCast aber nicht).
  • Mit Android-Geräten kann man die Bevormundung seitens des Geräteherstellers umgehen (allerdings ist Apple fleißig dabei, in einigen Ländern den Verkauf einiger Android-Geräte gerichtlich untersagen zu lassen)

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