Readability stellt Mikrospendendienst ein
Freitag, Juni 15, 2012 at 10:44AM Readability ist ein Internetdienst, mit dem man Webseiten für das spätere Lesen am Computer oder auch anderen Geräten vormerken kann, wobei vor allem letztere davon profitieren, daß der Text entsprechend umformatiert und damit "lesbarer" wird. Letztes Jahr hat Readability damit begonnen im Rahmen eines Premiumangebots eine monatliche Spende bei seinen Nutzern einzusammeln und diese unter den Autoren der jeweils gelesenen Artikel auszuschütten. Im Gegensatz zu Flattr (aber ähnlich wie Kachingle) ist Readability dabei den Weg des Opt-out gegangen, hat also ohne vorherige Genehmigung der Betroffenen provisorisch erst einmal in deren Namen Geld eingesammelt (und davon auch noch 30% einbehalten). Das hat heftige Kritik hervorgerufen, und den bis dato guten Ruf des Unternehmens nachhaltig beschäfigt.
Jetzt hat Readability das Ende dieses "Experiments" verkündet. Als Grund für das Scheitern nennen sie das mangelnde Interesse der Inhaltsproduzenten: Von den mehreren Millionen Domains haben sich nur knapp über 2000 Inhaber gemeldet. Über 90% der eingesammelten Spenden (fast 150.000 Dollar) blieben ohne Abnehmer. Jetzt haben diese bis Ende Juli Zeit, sich doch noch zu melden, ansonsten geht das Geld an wohltätige Organisationen aus dem Bereich Lesen, Schreiben und Bildung (826 Valencia und Knowbility haben bereits jeweils 50.000 Dollar erhalten).
Thilo |
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